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reev EMS – Installationsleitfaden: Dynamisches Lastmanagement

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Verfasst von Franjo Pranjić
Gestern aktualisiert

Dieser Artikel beschreibt die Installation, Konfiguration und Aktivierung des dynamischen reev EMS (Energiemanagementsystem). Das dynamische reev EMS verteilt die verfügbare elektrische Leistung am Standort anhand aktueller Messwerte eines Energiezählers auf die angeschlossenen Ladestationen.


Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor mit der Installation begonnen werden kann:

  • Standort ist in der reev Platform angelegt

  • Alle Ladestationen sind mit dem reev Backend verbunden und online

  • Alle Ladestationen sind mit dem reev EMS kompatibel

  • Ein kompatibler Energiezähler ist vorhanden

  • Ein Teltonika-Router (IoT-Gateway) liegt bereit

  • Zugang zum reev Companion ist vorhanden

Hinweis: Die Kompatibilität einer Ladestation mit dem reev Backend bedeutet nicht automatisch Kompatibilität mit dem reev EMS. Eine aktuelle Liste aller unterstützten Hardware-Modelle findest du in der Hardware-Kompatibilitätstabelle.


Übersicht: Installationsprozess

Der Installationsprozess für das dynamische reev EMS besteht aus drei Schritten:

Schritt

Beschreibung

Durchgeführt von

1. Hardware-Installation

Energiezähler und Teltonika-Router installieren

Elektrofachkraft

2. Konfiguration der Ladepunkte

Ladepunkte über den reev Companion konfigurieren

Elektrofachkraft

3. Installationsprotokoll

Protokoll ausfüllen und an reev Support senden

Elektrofachkraft

Nach Eingang des vollständigen Installationsprotokolls aktiviert der reev Support das dynamische reev EMS.


Schritt 1: Hardware-Installation

Die Elektrofachkraft installiert den Energiezähler und den Teltonika-Router vor Ort gemäß den Installationsanleitungen.

Teltonika-Router (IoT-Gateway)

Der Teltonika-Router ist das IoT-Gateway für das dynamische reev EMS. Er liest Modbus-TCP-Register vom Energiezähler aus und überträgt die Daten sicher an das reev EMS Backend. Der Router ist für das dynamische Lastmanagement zwingend erforderlich.

Folgende Teltonika-RUT-Modelle werden unterstützt:

  • Teltonika RUT241 (empfohlen)

  • Teltonika RUT240

  • Teltonika RUT300

  • Teltonika RUT956

Tipp: Der Teltonika RUT241 bietet den besten Kompromiss zwischen Leistung und Kosten.

Installationsvarianten

Je nach Standortaufbau sind zwei Installationsvarianten möglich:

  • Router als Datenquelle: Der Teltonika-Router dient als zentrale Kommunikationsschnittstelle für die gesamte Ladeinfrastruktur.

  • Vorkonfigurierte Ladestationen: Jede Ladestation kommuniziert einzeln über LTE direkt mit dem reev Backend.

Das reev EMS unterstützt LTE- und LAN-Verbindungen.

RMS-Verbindung

Die Remote-Konfiguration des Routers durch den reev Support setzt den Zugriff über das Teltonika Remote Management System (RMS) voraus.

  • LAN-Verbindung: Die RMS-Option muss in den Router-Einstellungen aktiviert werden.

  • LTE-Verbindung: Dieser Schritt entfällt.

Vorhandene Messtechnik

Bereits installierte Energiezähler können weiterverwendet werden, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Zähler erfüllt die Anforderungen der Installationsanleitungen.

  • Der Zähler ist in der Hardware-Kompatibilitätstabelle als kompatibel und integriert aufgeführt.

Installations-Checkliste

Bevor du mit Schritt 2 fortfährst, stelle sicher, dass folgende Punkte erfüllt sind:

  • Der Energiezähler ist korrekt mit dem LAN-Port des Routers oder dem entsprechenden Switch verbunden.

  • Router und Energiezähler sind eingeschaltet (grüne LEDs blinken).

  • Bei LAN-Verbindung: Der WAN-Port des Routers ist mit dem lokalen Netzwerk verbunden.

  • Bei LTE-Verbindung: Die Signalstärke beträgt mindestens drei Balken.

  • Die RMS-Verbindung ist in den Router-Einstellungen aktiviert.


Schritt 2: Konfiguration der Ladepunkte

Alle am Standort installierten Ladestationen müssen über den reev Companion konfiguriert werden.

Folgende Schritte sind dabei durchzuführen:

  1. Lege die maximal zulässige Last pro Stecker fest.

  2. Definiere die Phasenlage jedes Steckers.

  3. Hinterlege die Hauptsicherungsgrenze des Standorts.

Diese Informationen ermöglichen dem reev EMS ein phasenbasiertes dynamisches Lastmanagement und gewährleisten den Schutz aller Sicherungen am Standort.

Hinweis: Die Hauptsicherungsgrenze kann bei Bedarf später in der reev Platform unter Energiemanagement -> Konfiguration angepasst werden.

Sobald alle Ladestationen im reev Companion konfiguriert sind, speichert das reev EMS die Daten automatisch und ordnet sie bei der Aktivierung den jeweiligen Stationen zu.


Schritt 3: Installationsprotokoll

Zum Abschluss der Installation ist das reev EMS Installationsprotokoll auszufüllen und an [email protected] zu senden. Das Installationsprotokoll findest du hier.

Das Installationsprotokoll enthält folgende Informationen:

  • Teltonika- und SIM-Karten-Zugangsdaten: Diese werden für die einmalige Remote-Konfiguration des Routers durch den reev Support benötigt. Ein Techniker vor Ort ist dafür nicht erforderlich.

  • Standort-Topologie: Verteilung von Haupt- und Untersicherungen, deren Limits sowie Zuordnung der Ladestationen zu den jeweiligen Sicherungen.

Hinweis: Die Topologieangaben müssen korrekt und von einer Elektrofachkraft verifiziert sein. Falsche Informationen können zu Schäden an der elektrischen Infrastruktur führen.


Aktivierung und Validierung

Nach Eingang des vollständigen Installationsprotokolls aktiviert der reev Support das dynamische reev EMS und informiert den Betreiber über die erfolgreiche Aktivierung. Der Betreiber kann die Konfiguration und Performance des reev EMS anschließend in der reev Platform unter Energiemanagement -> Übersicht einsehen und validieren.


Weiterführende EMS-Funktionen

Für die Aktivierung zusätzlicher Funktionen des reev EMS stehen separate Anleitungen zur Verfügung:


Fehlerbehebung

Problem

Mögliche Ursache

Lösung

Router ist nicht über RMS erreichbar

RMS-Option in den Router-Einstellungen nicht aktiviert

Aktiviere die RMS-Option in den Router-Einstellungen. Bei LTE-Verbindung ist dieser Schritt nicht erforderlich.

Energiezähler liefert keine Messdaten

Netzwerkverbindung zwischen Router und Zähler unterbrochen

Prüfe, ob der Energiezähler korrekt mit dem LAN-Port des Routers verbunden ist und beide Geräte eingeschaltet sind.

Ladestationen werden vom EMS nicht erkannt

Ladestationen sind nicht mit dem reev EMS kompatibel

Prüfe die Kompatibilität in der Hardware-Kompatibilitätstabelle.

Schieflast-Warnung im Dashboard

Phasenrotation nicht korrekt konfiguriert

Prüfe und korrigiere die Phasenlage der betroffenen Ladepunkte im reev Companion.

Hinweis: Bei weiteren Problemen kontaktiere den reev Support unter [email protected].


Häufig gestellte Fragen

Welche Hardware benötige ich für das dynamische reev EMS?

Du benötigst einen kompatiblen Energiezähler und einen Teltonika-Router als IoT-Gateway. Eine aktuelle Liste der unterstützten Hardware findest du in der Hardware-Kompatibilitätstabelle

Warum ist ein Teltonika-Router erforderlich, obwohl meine Ladestationen bereits online sind?

Der Teltonika-Router dient als IoT-Gateway und liest die Messdaten des Energiezählers via Modbus TCP aus. Die Internetverbindung der Ladestationen dient nur der OCPP-Kommunikation mit dem reev Backend.

Kann ich einen bereits vorhandenen Energiezähler verwenden?

Ja, sofern dieser über Modbus TCP kommuniziert und in der Hardware-Kompatibilitätstabelle als kompatibel aufgeführt ist.

Kann ich das dynamische reev EMS selbst aktivieren?

Nein. Die Aktivierung des dynamischen reev EMS erfordert eine Remote-Konfiguration durch den reev Support. Das Installationsprotokoll muss ausgefüllt und an [email protected] gesendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Lastmanagement?

Beim statischen Lastmanagement wird eine feste Leistungsgrenze definiert. Beim dynamischen Lastmanagement passt sich die Leistungsgrenze automatisch anhand aktueller Messwerte des Energiezählers an. Den Installationsleitfaden für das statische Lastmanagement findest du hier.

Muss die Elektrofachkraft bei der Aktivierung vor Ort sein?

Nein. Die Aktivierung erfolgt remote durch den reev Support. Die Elektrofachkraft wird nur für die Hardware-Installation (Schritt 1) und die Konfiguration der Ladepunkte (Schritt 2) vor Ort benötigt.

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