Dieser Artikel beschreibt, wie du das reev EMS an ein übergeordnetes Energiemanagementsystem (externes EMS) anbindest. Du erfährst, welche Netzwerkanforderungen gelten und wie die Kommunikation über Modbus TCP eingerichtet wird.
Voraussetzungen
Bevor du mit der Anbindung beginnst, stelle sicher, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Ein Teltonika-Router ist vor Ort installiert und betriebsbereit.
Eine direkte LAN-Verbindung zwischen dem Teltonika-Router und dem externen EMS ist vorhanden.
Das externe EMS ist für die Datenübertragung via Modbus TCP konfiguriert.
Hinweis: In diesem Setup ist kein separater Energiezähler erforderlich. Das reev EMS regelt die verfügbare Leistung für die Ladeinfrastruktur ausschließlich auf Basis der vom externen EMS übermittelten Leistungswerte.
Funktionsweise
Das externe EMS übermittelt den aktuell verfügbaren Stromwert (A) oder die Leistung (kW/W) am Netzanschlusspunkt per Modbus TCP an das reev EMS. Das reev EMS empfängt diesen Wert und regelt die angeschlossenen Ladestationen entsprechend.
Hinweis: Der Teltonika-Router ist zwingend erforderlich. Er fungiert als IoT-Gateway: Er empfängt die Modbus-Register vom externen EMS und überträgt die Daten sicher an das reev EMS-Backend.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Netzwerkverbindung herstellen
Für die Anbindung des externen EMS an den Teltonika-Router gibt es zwei Möglichkeiten. Führe die Schritte für die zutreffende Variante durch:
Variante 1: Direktverbindung
Verbinde das externe EMS direkt über ein LAN-Kabel mit dem LAN-Port des Teltonika-Routers.
Stelle sicher, dass sich beide Geräte im selben Netzwerk befinden.
Variante 2: Verbindung über einen Netzwerkswitch
Verbinde den LAN-Port des Teltonika-Routers mit dem Netzwerkswitch.
Stelle sicher, dass das externe EMS am selben Switch angeschlossen ist.
Überprüfe, dass sich beide Geräte im selben Netzwerk (LAN) befinden.
Konfiguration des externen EMS
Das externe EMS muss ordnungsgemäß für die Kommunikation via Modbus TCP programmiert sein. Stelle folgende Punkte sicher:
Das externe EMS sendet den Leistungsgrenzwert mindestens alle 5 Sekunden.
Die Modbus-TCP-Register sind gemäß den Herstellerangaben des externen EMS konfiguriert.
Der übermittelte Wert entspricht dem verfügbaren Strom (A) oder der verfügbaren Leistung (kW/W) am Netzanschlusspunkt für die Ladeinfrastruktur.
Tipp: Prüfe die Herstellerdokumentation deines externen EMS für die korrekte Konfiguration der Modbus-TCP-Register und des Sendeintervalls.
Fehlerbehebung
Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
Keine Kommunikation zwischen externem EMS und reev EMS | Geräte befinden sich nicht im selben Netzwerk | LAN-Verbindung und Netzwerkkonfiguration prüfen |
Leistungswerte werden nicht empfangen | Modbus-TCP-Register des externen EMS nicht korrekt konfiguriert | Registerkonfiguration gemäß Herstellerangaben prüfen |
Ladestationen reagieren verzögert | Sendeintervall des externen EMS zu lang | Sicherstellen, dass der Leistungsgrenzwert mindestens alle 5 Sekunden gesendet wird |
Keine Datenübertragung ans Backend | Teltonika-Router offline oder nicht korrekt konfiguriert | Routerverbindung und Internetverbindung prüfen |
Häufig gestellte Fragen
Wird ein separater Energiezähler benötigt?
Nein. Bei der Anbindung an ein externes EMS ist kein separater Energiezähler erforderlich. Das reev EMS nutzt ausschließlich die vom externen EMS übermittelten Leistungswerte.
Welche Protokolle werden für die Kommunikation unterstützt?
Die Kommunikation zwischen dem externen EMS und dem reev EMS erfolgt über Modbus TCP.
Ist der Teltonika-Router zwingend erforderlich?
Ja. Der Teltonika-Router ist immer erforderlich, da er als IoT-Gateway die Modbus-Daten vom externen EMS empfängt und an das reev EMS-Backend überträgt.
Wie oft muss das externe EMS den Leistungswert senden?
Der Leistungsgrenzwert muss mindestens alle 5 Sekunden gesendet werden, um eine zuverlässige Regelung der Ladestationen zu gewährleisten.
Kann das reev EMS auch das externe EMS steuern?
Nein. Die Kommunikation ist unidirektional. Das externe EMS sendet den verfügbaren Leistungswert an das reev EMS. Eine Steuerung des externen EMS durch das reev EMS ist nicht vorgesehen.
